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Zubereitungsarten

Zubereitungsarten

Ein bekanntes ungarisches Sprichwort besagt, dass guter Kaffee schwarz wie der Teufel, heiß wie die Hölle und süß wie ein Kuss sein sollte. Heute gibt es jedoch zahlreiche Zubereitungsarten für das aromatische Getränk und mit immer kreativeren Rezepten für die verschiedenen Kaffeespezialitäten lassen sich mehrere Bücher füllen. Zudem haben viele Länder ihre besonderen Kaffeegetränke und bevorzugten Zubereitungstechniken. Dabei können Kaffeemenge, Mahlgrad des Kaffeepulvers und Zusätze stark variieren. Das Wasser, mit dessen Hilfe der Kaffee aufgebrüht wird, spielt bei der Zubereitung eine wichtige Rolle. Es sollte nicht zu hart, aber auch nicht zu weich sein. Der perfekte Härtegrad ist acht bis zehn. Bei zu hartem Wasser ist es ratsam einen Wasserfilter zu benutzen, bei zu weichem hilft eine Prise Salz. Darüber hinaus muss das Wasser, mit dem das Kaffeepulver übergossen wird, eine optimale Temperatur haben (am besten 85 bis 90 Grad). Ist das Wasser zu kalt, kann der Kaffee sein Aroma nicht vollständig entfalten, bei zu großer Hitze bilden sich Reiz- und Bitterstoffe. Das beste Ergebnis erreicht man, in dem man die gebrauchte Kaffeemenge vorher selber frisch mahlt. Das fertige Kaffeegetränk sollte nicht auf der Wärmeplatte, sondern in einer Isolierkanne warm gehalten werden, da es sonst durch die Hitze sein Aroma verliert und bitter wird. Neben den Zubereitungsmethoden, für die man Kaffeebohnen, Kaffeepulver oder einen Instant-Kaffee braucht, kann man sein Lieblingsgetränk auch mithilfe von speziellen Pads oder Kapseln zubereiten. Sie werden in verschiedensten Sorten fertig angeboten.

Espresso

Espresso wird vor allem mit dem starken Kaffeegetränk mit der braunen Créma (Schaum) in einer kleinen 25 ml Tasse assoziiert. Der Ausdruck beschreibt jedoch auch die Kaffeezubereitungsart, deren Ergebnis eben dieses Getränk ist. Dabei werden Kaffeebohnen verwendet, die dunkel geröstet sind. Heißes Wasser wird mit sehr hohem Druck (optimal sind 9 bar) durch feines Kaffeepulver gepresst. Durch die schnelle Geschwindigkeit und kurze Kontaktzeit zwischen Wasser und Pulver bilden sich nur die wohlschmeckenden Aromastoffe heraus.
Ein Espresso kann beispielsweise in einer achteckigen Espressokanne (Caffetiera) auf dem Herd zubereitet werden. Dabei wird Wasser in den unteren Teil gefüllt, während man den Kaffee oben in einen Siebtrichter gibt. Das obere Teil wird auf das untere geschraubt und die Kanne auf den Herd gestellt. Durch den entstehenden Dampf füllt sich der obere Behälter mit Kaffee. Allerdings fehlt in diesem Fall meistens die Schaumschicht (manche Kannen verfügen aber über ein besonderes Ventil für Schaum).
Einen Espresso kann man auch mithilfe einer Handhebel-Maschine oder einer Siebträgermaschine (Halbautomat) zubereiten. Dabei entfaltet sich auch eine feste, bräunliche Schaumkrone. Entgegen der gängigen Meinung bekommt man durch den Einsatz eines Vollautomaten keinen richtigen Espresso zustande, da in diesem Fall der Druck meistens zu gering ist.

Filterkaffee

Der Filterkaffee gehört zu den Klassikern schlechthin. Hierbei wird der gemahlene Kaffee in eine Filtertüte oder einen Porzellanfilter gegeben. Mit aufgekochtem Wasser wird der Kaffee übergossen, damit das ganze Pulver bedeckt ist und quellen kann. Als nächstes wird der ganze Filter mit Wasser gefüllt. Nachdem das Wasser durchgelaufen ist, wird der Vorgang in regelmäßigen Schüben wiederholt, bis die gewünschte Stärke erreicht ist (oder im Falle der Kaffeemaschine – das Wasser aufgebraucht ist).
Einen Filterkaffee kann man mithilfe eines Handfilters, einer Kaffeemaschine oder der sogenannten Karlsbader Kanne zubereiten. Für den Handfilter und die Kaffeemaschine eignet sich ein mittelfein gemahlener, für die Karlsbader Kanne grob gemahlener Kaffee am besten.

Löslicher Kaffee

Die Zubereitung eines Instant-Kaffees gehört zu den einfachsten und unkompliziertesten. Als löslichen Kaffee bezeichnet man den getrockneten Kaffeeextrakt. Dieser entsteht, indem aus den gerösteten und gemahlenen Kaffeebohnen die löslichen Bestandteile extrahiert werden. Anschließend werden sie aufkonzentriert und getrocknet. Der besonders haltbare Kaffeeextrakt muss lediglich mit heißem Wasser aufgegossen und der so zubereitete Kaffee nach Belieben verfeinert werden.

Mokka

Mokka ist eine orientalische bzw. türkische Zubereitungsart. Das Getränk wird mit doppelter Kaffeemenge im türkischen Cezve, griechischen Briki oder arabischen Ibrik zubereitet. Mit den exotisch klingenden Begriffen wird meistens eine verzinnte Kupfer- oder Messingkanne mit einem langen Griff bezeichnet. Darin wird fein gemahlener Kaffee mit Wasser und Zucker verrührt und aufgekocht. Wenn sich der Schaum gebildet hat, verteilt man diesen auf die Tassen und kocht das Getränk noch zweimal auf. Diesen konzentrierten, starken und bitter-süßen Kaffee genießt man meistens ungefiltert.
Dabei wird der arabische Mokka oft mit Kardamom gewürzt, während der türkische gesüßt und mit Rosenwasser verfeinert wird.
Stabfiltermethode

Bei der Stabfiltermethode handelt es sich um die Kaffeezubereitung mithilfe einer Pressokanne (auch Chambord, French Press oder Pressstempelkanne genannt). In die zylindrische Glaskanne wird grob gemahlener Kaffeepulver hineingegeben und mit heißem Wasser übergossen. Danach wird der Deckel aufgesetzt. Allerdings bleibt die Siebscheibe zunächst oben. Abhängig davon, wie stark das Getränk sein soll, wird der Stab mit dem Filter nach einigen Minuten langsam nach unten gedrückt.
Die modernen Kannen bestehen meistens aus doppelwandigem Brosilikatglas, welches das schnelle Abkühlen des aromatischen, leicht öligen Kaffees verhindert. Es wird jedoch davon abgeraten, das Getränk lange auf dem Bodensatz zu lassen. Es empfiehlt sich, den Kaffee in eine vorgewärmte Kanne umzufüllen.

Die so zubereiteten Kaffeegetränke können anschließend mit Zucker, Milch, Kakaopulver, Alkohol, unbehandelten Orangenschalen, einer Vanilleschote, oder anderen Gewürzen verfeinert werden. Zudem wird Kaffee oft mit verschiedenen Sirupsorten aromatisiert. Dabei sind von Vanille-, Haselnuss- und Karamell- über Ananas- und Himbeere- bis hin zu Pfefferminz- und Tannenspitzensirup der Fantasie keine Grenzen gesetzt.