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Weinfehler

Weinfehler

Man muss kein Weinkenner sein, um schon mal von dem Korkgeschmack gehört zu haben. Dieser ist der populärste aller Weinfehler. Doch es gibt noch eine ganze Reihe an Fehltönen, die sich auf den Genuss des Weins negativ auswirken können. Manche lassen sich aber beheben oder verschwinden sogar von selbst. Andere machen den Wein ungenießbar, so dass er sich nicht mal mehr zum Kochen eignet. Die Ursache der Weinfehler liegt in den meisten Fällen bei Fehlern während der Weinherstellung oder –lagerung. Doch dank besserer Ausbildung der Kellermeister, der modernen Kellertechnik und den Erkenntnissen der Weinwissenschaft lassen sich viele Fehler stark reduzieren oder gar vermeiden. Diese Entwicklungen kommen sehr gelegen, denn die Konkurrenz auf dem Weinmarkt ist groß und die Weintrinker anspruchsvoll.

Man muss aber die Weinfehler unterscheiden können. Nicht jede eigenwillige Geschmacksnote ist ein Fehler. Manche hochklassige Weine zeichnen sich gerade dadurch aus, dass sie ungewohnt und damit auch unverwechselbar schmecken. Auf diese Art und Weise drückt sich die Einzigartigkeit des Bodens und des Klimas aus.

Die häufigsten Weinfehler:Fasston
Vor allem Rotwein kann von der mangelnden Fasshygiene verdorben werden. Werden die Fässer nicht vor jedem Befüllen entsprechend gesäubert, können zwischen den Fugen Schimmelpilze auftreten. Dies spiegelt sich im Duft und Geschmack wider: der Wein duftet und schmeckt schimmelig, modrig und erinnert an feuchte Erde. Wenn der Fasston nur schwach ausgeprägt ist, kann man den Wein noch bedenkenlos genießen. Man bekommt ihn jedoch nicht aus dem Wein, deshalb muss er in anderen Fällen leider weggeschüttet werden.

Flüchtige Säure
Wenn Wein zu hohen Gärtemperaturen ausgesetzt wird, entsteht Essigsäure. Dies kann sowohl bei Weiß- als auch bei Rotweinen passieren. Die Essigsäure ist die wichtigste flüchtige Säure im Wein. Sobald der Wein mit Sauerstoff in Berührung kommt, verfliegt sie normalerweise gleich. Ab einer gewissen Konzentration ist sie jedoch deutlich zu schmecken. Ab einer Konzentration von über 1,5 Gramm pro Liter gilt der Wein als fehlerhaft. Sein Duft ist dem von Nagellackentferner oder Lösungsmitteln ähnlich. Bei schweren und starken Weinen ist flüchtige Säure jedoch tolerierbar, im Gegensatz zu leichten Weißweinen.
Korkton
Der häufigste Weinfehler, dessen Auftreten in den letzten Jahren stets zugenommen hat. Man kann ihn am muffigen und dumpfen Geruch des Weines aber auch des Korkens erkennen, welcher durch Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen entsteht. Dieser Fehler ist leider nicht zu beheben.

„Mäuseln“
Das „Mäuseln“ tritt fast nur bei Rotweinen auf und charakterisiert sich durch einen unangenehmen metallischen Duft. Der Wein kann auch nach Gülle riechen. Für den Geruch ist eine bestimmte Sorte von Hefen verantwortlich, die bei der Schwefelung nicht unschädlich gemacht worden ist. Es ist jedoch kein eindeutiger Fehler und deshalb bei geringer Dosierung tolerabel.

Mercaptan
Dieser Fehler tritt eher selten auf. Der Wein riecht nach Zwiebel, Knoblauch oder faulen Eiern. Verursacht wird der unangenehme Geruch durch Hydrogensulfit, der nach der Gärung nicht beseitigt wurde und nach der Reaktion mit Alkohol die übel riechenden Ethylmercaptane bildet. Der Fehler ist nicht zu beheben.

Milchsäureton
Dieser Fehlton tritt wiederum überwiegend bei Weißweinen auf. Er zeichnet sich dadurch aus, dass der Wein nach Milchpulver, Molke oder Sauerkraut riecht und schmeckt. Die Ursache dafür liegt in der nicht ausreichenden Schwefelung, wodurch Milchsäurebakterien im Wein weiterhin aktiv sind und Diacetyl produzieren. Der Wein ist dadurch endgültig verdorben.

Oxidation
Am Anfang heißt es noch Firne und erst später Oxidation. Dieser Fehler tritt im Falle einer ungenügenden Schwefelung auf. Sauerstoff oxidiert dann bestimmte Aromaträger des Weins und bewirkt, dass er schal und ranzig schmeckt. Dies passiert meistens bei alten Weinen, die die schweflige Säure abgebaut haben. Dieser Fehler ist irreparabel.

Reduktionsbouquet
Es kein richtiger Weinfehler. Dieser Fehlton ist vor allem für junge Weine charakteristisch. Er zeichnet sich dadurch aus, dass der Wein nach dem öffnen unangenehmen Geruch (Muff, Apothekenschrank, Schweiß) absondert. Verantwortlich dafür sind Nebenprodukte der Gärung, die noch im Wein aktiv sind. Indem man den Wein dekantiert, behebt man den Schaden wieder.

Überholzung
Hierbei handelt es sich mehr um Qualitätsverlust, als um einen Fehler. Er tritt meistens bei Überseeweinen auf und wird dadurch verursacht, dass Wein zu lange in neuen Eichenholzfässern gelagert wird. Dadurch wird das Aroma des Weins durch den Duft und Geschmack des Holzes unkenntlich Gemacht. Die Überholzung kann nicht behoben werden.

Schwefel
Dieser Weinfehler tritt meistens bei Weißweinen auf. Die edlen Tropfen werden überschwefelt, wodurch ein stechender Geruch abbrennender Streichhölzer entsteht. Durch Dekatieren wird dieser Effekt jedoch deutlich gemildert.

Unfrische
Auch bei Unfrische handelt es sich eher um Qualitätsminderung. Diese kann sowohl bei Weiß- als auch bei Rotweinen vorkommen. Man erkennt Unfrische am Geruch faulender Äpfel bei Weißwein und am Kamille-Aroma bei Rotwein. Hervorgerufen wird Unfrische durch zu viel Kontakt des Weins mit Sauerstoff oder durch ungenügende Schwefelung. Der Schaden ist leider nicht zu beheben.