Mitglieder Log-In


Neu bei 321kochen.tv?

Sie haben noch kein 321KOCHEN.TV-Konto?
Jetzt kostenlos registrieren und zahlreiche Vorteile sichern:  

  • Noch mehr Rezepte und Videos sehen
  • Alfons Schuhbeck in seiner Kochschule erleben
  • Viele spannende Funktionen zusätzlich nutzen
  • Kein Risiko und kein Abo
Jetzt registrieren
 
Wieso registrieren?




Empfohlene Rezepte

Studis Plätzchenteller
Zum Rezept

facebook
Zurück zur Übersicht: Abnehmen mit 321kochen.tv

Ayurveda-Diät

Ayurveda-Diät

Ayurveda ist die 3500 Jahre alte indische Gesundheitslehre. Auf ihren Vorgaben basiert die Ayurveda-Diät. Diese sieht vor, den Stoffwechsel anzuregen, Fett abzubauen und den Körper zu entgiften. Dabei soll sich jeder gemäß seinem Typ ernähren, etwas Yoga und Meditation praktizieren und sich Massagen unterziehen. Aber ist die Ayurveda-Diät auch die richtige, um überschüssige Pfunde purzeln zu lassen? 

Beschreibung

Nach Ayurveda sollte die Nahrung auch Medizin sein. In jedem Menschen wirken drei Lebensenergien (Doshas): Vata, Pitta und Kapha. Je nachdem wie ausgeprägt die einzelnen Energien sind, wird die individuelle Auswahl an Lebensmitteln bestimmt. Bei Übergewichtigen geht man von der Domination der Erd-Dosha (Kapha) aus. Bei der Ayurveda-Diät gibt es keine strengen Verbote. Empfohlen ist eine Mischung aus Salaten, Gemüse, Kräutern, Getreide, Hülsenfrüchten, Öl, Ghee (geklärte Butter) sowie Milch und Milchprodukten. Eier, Fisch und Fleisch sollten nur begrenzt verzehrt werden, da die Mahlzeiten leicht und gut verdaulich sein sollten. Gute Verdauung ist nämlich nach der indischen Lehre der Schlüssel zur Gesundheit. Darüber hinaus wird empfohlen, gelegentlich auf das Abendbrot zu verzichten bzw. es spätestens um 18 Uhr zu verzehren. Durst sollte man mit Kräutertees und lauwarmem oder heißem Wasser löschen. Alkohol soll dabei weitestgehend gemieden werden. Die Ernährung wird zusätzlich durch Massagen, Meditation und Yoga ergänzt. Die Unterteilung der Lebensmittel erfolgt bei Ayurveda anders als bei uns bekannt nicht nach Nährstoffen, sondern anhand ihrer Qualität. Die „Ultrareinen“ (die sattvischen Nahrungsmittel), wie z.B. Obst und Gemüse, verbessern und regenerieren die Gesundheit. „Muntermacher“ (die rajaischen Nahrungsmittel) wie Käse wirken sich aktivitätsfördernd aus, während die „Ignoranten“ (die tamaischen Nahrungsmittel), wie z.B. Fertiggerichte, gefährlich für die Gesundheit sind. Zudem haben sie eine negative Wirkung auf die mentale Verfassung und den Alterungsprozess. Auch der Geschmack der Speisen ist von großer Bedeutung. Jede der sechs Geschmacksrichtungen hat eine andere wichtige Wirkung. So ist Süßes beruhigend, stabilisierend und stärkend. Saures regt an, während Salziges sich abführend und reizlindernd auswirkt. Scharfes stimuliert, regt die Verdauung an und kann den Schmerz stillen. Bittere Nahrung wiederum entgiftet den Körper. Herbes wirkt harntreibend und unterstützt die Haut und Schleimhäute bei der Heilung. Doch neben den empfohlenen Nahrungsmitteln, gibt es auch eine Reihe an Tipps, die man befolgen sollte, weil sie für die richtige Anwendung der Ayurveda-Diät eine große Rolle spielen. So sollten die Mahlzeiten möglichst an einem ruhigen Ort in entspannter Atmosphäre eingenommen werden. Jeder Bissen sollte lange gekaut werden, um die Verdauung anzuregen. Wenn man sich in unruhiger Umgebung befindet oder unter Stress steht, sollte man lieber eine Mahlzeit streichen, als sie in nervöser Atmosphäre zu sich zu nehmen. Man sollte überwiegend mittags essen. Abends wird lediglich eine leichte Speise empfohlen, damit sich in der Zeit, in der sich der Körper erholt, keine Giftstoffe bilden. Überdies sollte man nach Möglichkeit nur natürliche Lebensmittel zu sich nehmen. Farb- und Konservierungsstoffe vermindern die Qualität der Produkte. Solche Nahrungsmittel begünstigen die Produktion von Giftstoffen im Körper. Die Lebensmittel sollten zudem frisch sein. Tiefgekühltes und Konserven sind in der Ayurveda-Ernährung nicht empfohlen. Des Weiteren sollte zu heiße Nahrung nicht mit zu kalter kombiniert werden. Zudem ist es ratsam, Produkte zu meiden, welche direkt aus dem Kühlschrank kommen, ebenso wie Eiswürfel in Getränken. Schließlich sollte Salziges nicht gemeinsam mit Süßem gegessen werden (es sei denn es werden Rindfleisch, Meeresfrüchte und Milchprodukte kombiniert). Obst, außer sauren Fruchtsorten, sollte lediglich zwischen den Mahlzeiten verzehrt werden.
Vorteile

Die ayurvedische Ernährung erfüllt die Idee einer gesunden, ausgewogenen Ernährung. Die Lebensmittel sollen möglichst frisch und fettarm sein, von Alkohol und fettreicher Kost wird abgeraten. Dabei werden aber keine Dogmen vorgeschrieben, sondern lediglich Anregungen gegeben. Deshalb ist es auch langfristig gesund und ernährungsmedizinisch sinnvoll, sich nach den Ayurveda-Prinzipien zu ernähren. Zudem gehören die empfohlenen Gerichte zu wahren Gaumenschmeichlern, dank den vielen exotischen und ungewohnten Gewürzen. Durch den hohen Rohkostanteil in der ayurvedischen Diät wird der Bedarf an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien gedeckt. Überdies vermittelt die Beschäftigung mit dem Körper, Geist und Seele sowie dem Einfluss der Ernährung, Massagen und Entspannung ein positives Körpergefühl und fördert bewussten Umgang mit dem eigenen Körper.
Nachteile

Die Ayurveda-Diät ist zwar nicht schädlich, ihr Erfolg ist aber auch nicht wissenschaftlich bewiesen. Zudem darf man bei dieser Ernährungsweise keine große Gewichtsabnahme erwarten, nicht zuletzt weil keine ausreichende körperliche Aktivität vorgesehen ist, außer etwas Yoga und Meditationen. Darüber hinaus ist die Einteilung der Kost oft etwas kompliziert und erfordert Listen mit den richtigen Nahrungsmitteln. Manche Aspekte der Ayurveda-Diät sind auch schwer nachzuvollziehen wie zum Beispiel der Verzehr von Ghee, also geklärter Butter zum Frühstück, die entgegen vieler falscher Behauptungen sehr wohl Cholesterin enthält. Manche der Aspekte sind wiederum wenig praktikabel oder gar problematisch. So wird einem der Ernährungstypen (Vata) empfohlen, ausschließlich Gekochtes zu sich zu nehmen, dabei ist Rohkost aber ein wichtiger Lieferant von Vitaminen und Mineralien. Des Weiteren können auch hier wegen dem empfohlenen Verzicht bzw. der Einschränkung des Verzehrs von Fisch, Fleisch und Eiern Mängel an Mineralstoffen (Jod, Zink, Eisen) und Vitaminen der B-Gruppe entstehen.
Fazit

Die lactovegetabile Kost nach den Grundsätzen der Ayurveda kann auch auf Dauer verzehrt werden. Man sollte dabei jedoch auf ausreichende Mengen von rohem Obst und Gemüse achten. Die auf diese Weise erwirkte Gewichtsreduktion ist langfristig, auch wenn man keine grandiosen Ergebnisse erwarten sollte. Zudem eröffnet eine solche Lebensweise eine neue Lebensphilosophie, die zu einem positiven Lebens- und Körpergefühl führt. Man kann die Ayurveda-Diät auch als Einstieg zu einer neuen Lebensphilosophie bzw. Lebensweise anwenden, die auf jeden Fall etwas mehr Bewegung beinhalten sollte. Auch wenn es keine wissenschaftlichen Studien gibt, die den Erfolg der Ayurveda-Diät belegen, sind viele der Anhänger einer solchen Ernährung von dem gesundheitlichen Nutzen der Ayurveda-Diät überzeugt.

Rezept-Vorschläge:

Pulao (Reis auf indisch)
Ayurveda à la Léa