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Dukan-Diät

Dukan-Diät

Die eiweißreiche Ernährung nach dem Konzept von Dr. Pierre Dukan ist in Frankreich bereits seit zehn Jahren bekannt. Sie soll Millionen Franzosen zum Erreichen des Wunschgewichts verholfen haben und sogar Hollywood-Schönheiten beim Körperformen unterstützen. Doch wirkt die Diät wirklich so gut?

Beschreibung

Die Dukan-Diät basiert vor allem auf eiweißreichen Lebensmitteln und wenig Fett und Kohlehydraten. Sie unterteilt sich in vier Phasen. In der ersten Phase, also Angriffsphase (Attack-Phase) führt hoher Eiweißverzehr zu Gewichtsreduktion ohne Fettabbau. Die Liste von 70 Produkten, die nach Herzenslust genossen werden dürfen beinhaltet vor allem mageres Fleisch, fettarme Milchprodukte sowie Hafer- und Weizenkleie (Ballaststoffe verhindern die Darmträgheit). Alkohol, Fett, Gemüse, Obst und Zucker sind nicht erlaubt. Diese Phase dauert zehn Tage. Die zweite Phase ist die Stärkungsphase (Cruising-Phase). Sie sieht vor, dass die Tage, an denen man nur fettarme Eiweißkost verzehrt, mit Eiweiß-Gemüse-Phasen abgewechselt werden. Dabei sind jedoch nur bestimmte Gemüsesorten erlaubt. Diese Diätphase soll so lange beibehalten werden bis das Wunschgewicht erreicht ist. Man darf mit dem Verlust von einem Kilo wöchentlich rechnen. Die dritte Phase – die Konsolidierungsphase (Consolidation-Phase) soll dem Jojo-Effekt vorbeugen. Ihre Dauer berechnet sich aus zehn Tagen pro abgenommenes Kilo. Während dieser Zeit sind 100 Lebensmittel erlaubt, die ohne Einschränkung verzehrt werden dürfen. Auch bestimmte Obstsorten und geringe Mengen von Kohlehydraten sind erlaubt. Zudem darf zweimal die Woche genüsslich geschlemmt werden. Dafür muss aber auch ein strenger Eiweiß-Tag nach dem Muster der ersten Phase der Diät durchgeführt werden. Die vierte Dukan-Diät-Phase ist die Stabilisierungsphase (Stabilisation-Phase) und muss immer eingehalten werden. Hier kann man wieder in Maßen alles genießen. Allerdings müssen einmal pro Woche die Ernährungsregeln aus der ersten Phase der Diät beachtet werden. Zudem soll man 3 EL Haferkleie täglich zu sich nehmen. Bei der Dukan-Diät gibt es im Prinzip keine Mengenvorgaben. Die einfache Einschränkung bestimmter Lebensmittel bewirkt, dass die Pfunde purzeln. Tierische Proteine sind nämlich für den Körper schwer zu verdauen. Dieser Prozess braucht Zeit, was dem langen Sättigungsgefühl förderlich ist. Zudem verbraucht der Körper dabei Kalorien. Pflanzliche Eiweiße sind nach Dukan weniger wertvoll, teilweise aus dem Grund, dass sie nicht alle Aminosäuren enthalten. Darüber hinaus soll während der ganzen Diät viel Flüssigkeit eingenommen werden – mindestens zwei Liter. Dies kann in Form von grünem, schwarzem oder Früchte-Tee erfolgen. Auch Softdrinks mit Süßstoff-Zugabe sind erlaubt.
Vorteile

Wer die Dukan-Diät durchhält, kann auf jeden Fall mit einem Abnehmerfolg rechnen, der sich auch recht schnell bemerkbar macht. Das motiviert sicherlich zum weiteren Befolgen der Diät-Regeln. Zwar ist die Diät zum Anfang sehr einseitig, diese Phase dauert jedoch nicht lange an und ist somit aus ernährungswissenschaftlicher Sicht absolut tragbar.Überdies ist dieses Ernährungsmodell einfach. Es gibt klare Regeln, die befolgt werden müssen und Zutatenlisten, nach denen der Speiseplan sich richten sollte. Die erlaubten Zutaten dürfen in beliebigen Mengen verzehrt werden. Kein Kalorienzählen, keine weiteren Einschränkungen.
Nachteile

Die Dukan-Diät ist keine kurze Diät. Je nach Wunschgewicht kann sie sogar ein halbes Jahr lang durchgeführt werden. Sechs Monate, in denen es kaum Kohlehydrate oder andere Sünden gibt. Das kann sie unter Umständen fast unerträglich machen, denn der Mangel an Kohlehydraten bedeutet oft Konzentrationsstörungen, Antriebslosigkeit und Reizbarkeit. Um diese Einseitigkeit zu ertragen, braucht man sehr starke Motivation. Nicht nur Genießer dürften sich damit wirklich schwer tun, was die Erfolgsaussichten verringert. Essen macht für viele Lebensqualität aus. Während man einen kurzfristigen Verzicht noch gut meistern kann, ist eine dauerhafte Umstellung schwieriger, zumal hier die individuellen Vorlieben nicht berücksichtigt werden. Die Diät droht zu scheitern, nicht jedoch wegen dem Hungergefühl, sondern wegen der Kost, die auf Dauer einfach keine zufriedenstellenden Geschmackserlebnisse oder wenigstens kalorienreduzierte Alternativen bietet. Zudem müssen einige der Dukan-Vorgaben ein Leben lang eingehalten werden, um nicht wieder zuzunehmen. Disziplin ist also sehr wichtig. Doch angesichts der Nachteile, muss man sich fragen, ob es das wert ist. Wer während der Dukan-Diät nicht ausreichend trinkt, riskiert Nierenschäden. Proteinreiche Ernährung führt zur Produktion giftiger Endprodukte, die über die Nieren ausgeschieden werden. Dies wird problematisch und gesundheitsschädlich, wenn der Körper sie einlagert. Die eiweißlastige Kost kann sich zudem negativ auf die Cholesterin-Werte auswirken. Darüber hinaus riskiert man durch den Verzicht auf Obst und Gemüse Mängel an relevanten Nährstoffen, die in ihnen enthalten sind. Auf der anderen Seite nimmt man mit den stark fettreduzierten Milchprodukten viele Zusatzstoffe auf, die nicht nur unnötig, sondern sogar schädlich sein können. Kritisch gesehen wird auch die Einschätzung der pflanzlichen Eiweiße. Diese enthalten zwar tatsächlich nicht alle Aminosäuren, werden aber meistens passend kombiniert, sodass sich die Eiweißbindungen meistens vervollständigen. Auch die Erlaubnis von Süßstoff-Verzehr stößt auf Kopfschütteln. Nicht nur unter dem Aspekt des schädlichen Einflusses auf die Gesundheit, sondern auch wegen der Tatsache, dass dieser den Appetit anregen soll. Auch für begeisterte Sportler bietet die Dukan-Diät kein gutes Ernährungsmodell. Der dauerhafte Verzicht auf Kohlehydrate, macht Training unerträglich. Steht man vor der Wahl, sollte man sich auf jeden Fall für Sport und nicht die Proteinkost entscheiden. Insgesamt schätzte die französische Agence nationale de sécurité sanitaire de l’alimentation (also das Pendant zum deutschem BfR) die Dukan-Diät als gesundheitsgefährdend ein. Dieser Einschätzung schließen sich viele deutsche und internationale Ernährungswissenschaftler an. Zwar wehrte sich Dr. Pierre Dukan mit der Feststellung, dass auch wirksame Medikamente oft Nebenwirkungen haben, doch angesichts der Tatsache, dass es gesündere Abnehm-Konzepte gibt, stellt sich die Frage, ob man sich diesen auch wirklich stellen muss.
Fazit

Mit der Dukan-Diät kann man tatsächlich abnehmen, vorausgesetzt man hält die einseitige Ernährungsweise aus. Da die extremste Phase der Diät recht kurz ist muss man sich mindestens anfangs keine Sorgen über mögliche Nährstoffmängel machen, es sei denn man hatte bereits vorher Probleme dieser Art. Doch wer kann sich nur von Fleisch, Fisch, Krustentieren und fettarmen Milchprodukten ernähren? Es ist nicht nur teuer, sondern auch sehr einseitig. Damit ist das Scheitern des Ernährungskonzeptes fast schon vorprogrammiert. Der Verzicht auf viele Obst- und Gemüsesorten sowie Kohlehydrate ist sehr weit vor der alltäglichen, ausgewogenen Ernährung entfernt, was dauerhaft nicht praktikabel ist. Auch sportliche Aktivitäten dürften bei dem Ernährungsplan schwer fallen, ganz zu schweigen von möglichen gesundheitlichen Folgen wie erhöhtem Cholesterinspiegel, Nierenschäden etc. Wer die Dukan-Diät trotzdem ausprobieren möchte, sollte im Vorfeld einen ärztlichen Rat einholen. Viel ratsamer ist es jedoch sich ausgewogen zu ernähren und das ganze Spektrum der Nährstoffe dabei zu nutzen. Auch auf Kohlehydrate sollte man dabei nicht ganz verzichten. Man sollte lieber sein umgestelltes Menü durch etwas Sport ergänzen. Dies ist gesünder, macht mehr Spaß und erlaubt kleine Sünden!
Rezept-Vorschläge (nach der ersten Phase):

Eier pochieren 
Dickes Rinderfiletsteak (ohne Butter)
Rinderfilet im Ganzen gebraten (ohne Butter)
Brathähnchen (weniger Öl)
Kross gebratene Hendlbrüste (ohne Butter, weniger Öl)
Fisch im Ofen garen (weniger Öl)
Fisch pochieren 
Rührei mit Krabben (mit Öl statt Butter)
Garnelen auf Peperonispinat (ohne Butter, weniger Öl)