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Trennkost

Trennkost

Eiweiß und Kohlehydrate getrennt voneinander essen und abnehmen – funktioniert das?Beschreibung

Der amerikanische Mediziner Dr. Howard Hay gilt als Begründer der Trennkost-Methode. Seiner Theorie zufolge kann der Körper Proteine und Kohlehydrate nicht gleichzeitig verdauen. Wer die beiden Nährstoffe trotzdem zusammen verzehrt, nimmt nicht nur schnell zu, sondern übersäuert auch seinen Körper (dazu führen vor allem verarbeitete Produkte wie Brot, weißes Mehl oder Zucker). Ein ausbalancierter Säure-Basen-Haushalt spielt jedoch eine große Rolle. Um dies gewährleisten zu können, sollte der Speiseplan zu 80 Prozent aus basenbildenden Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Salat und zu 20 Prozent aus säurebildenden Produkten wie Kartoffeln, Fisch und Eiern bestehen. Morgens und abends sollten vor allem Kohlehydrate gegessen werden, während mittags Proteine auf dem Teller landen sollten. Zwischen dem Verzehr von Kohlehydraten und Eiweißen sollten zudem mindestens vier Stunden Abstand gehalten werden. Darüber hinaus sollte Milch gemieden werden. Vollkorn, Obst, Gemüse, Salate und Rohkost spielen in der Trennkost-Ernährung eine wichtige Rolle, während fette Fleischsorten und Wurst aus dem Menü verbannt werden. Hay hat zudem die Lebensmittel in drei Gruppen geteilt. Zu den neutralen Produkten gehören Salate, Gemüse, Fette, wenige Milchprodukte, welche minimal 60 Prozent Fett enthalten, Pilze, Erdnüsse und manche Obstsorten wie Melonen oder Heidelbeeren. In der Eiweißgruppe befinden sich Meeresfrüchte, Fisch, Fleisch, Käse, Sojaprodukte, die meisten Obstsorten, Eier, Nüsse und alle Milchprodukte, die weniger als 50 Prozent Fett beinhalten. Zu den Kohlehydraten zählen schließlich Weizenmehlprodukte, Brot, Bananen, Kuchen, Kartoffeln, Reis, Nudeln und Süßungsmittel wie Zucker oder Ahornsirup. Überdies wird auch ausreichende Bewegung als Ergänzung des Diätplans erwähnt. Dank Einhalten der Trennkost-Regeln sollen nicht nur die Speckröllchen verschwinden, sondern auch viele gesundheitliche Probleme. Schlanke Silhouette und Wohlbefinden werden als Ergebnis versprochen.
Vorteile

Wenn Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und regelmäßige Bewegung als Regeln gelten, dafür Fett gemieden werden soll, ist es fast schon selbstverständlich, dass sich der Abnehmerfolg einstellt. Denn genau das gilt als bewährte Abnehm-Methode und der Schlüssel zum gesunden Leben. Bei aller Kritik an der Trennkost-Methode lernt man bei den vorgeschriebenen Produkten tatsächlich etwas dazu bezüglich gesunder und bewusster Ernährung.
Nachteile

In erster Linie ist die Trennkost-Methode veraltet. Heute weiß man, dass Proteine und Kohlehydrate an anderen Orten im Körper verdaut werden und somit die Theorie von Hay nicht stimmt. Zudem gibt es sehr viele Produkte, die sowohl Eiweiß als auch Kohlehydrate enthalten. Der beste Beweis dafür, dass das keinesfalls problematisch für das menschliche Verdauungssystem ist, ist die Muttermilch, die ebenfalls beide Nährstoffe enthält. Die Trennung von Eiweiß und Kohlehydraten bringt keine positiven Effekte. Ganz im Gegenteil: isst man sie zusammen, wird Eiweiß sogar biologisch aufgewertet. Die Gewichtsabnahme bei der Anwendung von Trennkost erfolgt vor allem wegen der kalorienreduzierten und fett- sowie cholesterinarmen Mischkost, die auf großen Mengen von Obst und Gemüse basiert. Zudem sind beliebte kulinarische Zusammenstellungen wie Brot mit Käse, Wurst mit Pommes, Spaghetti Bolognese oder Braten mit Knödeln beim Einhalten der Trennkost-Prinzipien aus dem Speiseplan zu streichen. Dies bedeutet nicht nur, dass man auf viele beliebte Gerichte verzichten muss, sondern steigert das Risiko von Heißhungerattacken, (bei denen man sich auf genau solche Speisen stürzt), Diät-Abbrüchen oder des Jojo-Effekts. Zudem kann Kochen im Alltag nach den Trennkost-Regeln recht schwer sein. Die Empfehlung auf Milch zu verzichten, kann zudem zu Kalzium-Mangel führen. Bemängelt wird zudem auch, dass es an einem sinnvollen Sportprogramm fehlt. Schließlich wird auch bei der Ernährung mit vielen Säurebildnern der Säure-Basen-Haushalt nicht so leicht durcheinander gebracht, wie von Hay angenommen.
Fazit

Das Trennkost-Konzept ist ernährungswissenschaftlich nicht haltbar, da der menschliche Körper sehr wohl imstande ist, Proteine und Kohlehydrate gleichzeitig zu verdauen. Das Durchhalten des rigorosen Programms bringt keine gesundheitlichen Vorteile, sondern großen Verzicht an vielen, beliebten kulinarischen Kombinationen. Zudem ist diese Ernährungsweise im Alltag nicht praktikabel. Der Abnehmerfolg stellt sich durch die kalorien- und fettarmen Lebensmittel ein, die als Grundsteine dieser Ernährung gelten. Die empfohlenen Lebensmittel sind jedoch als positiver Aspekt der Trennkost anzusehen. Wer sich tatsächlich vor allem von Obst und Salaten ernährt, dabei beim Fett und Fleisch etwas spart, kann mit Gewichtsreduktion und besseren Blutwerten rechnen. Dabei muss man jedoch nicht auf die Trennung von Kohlehydraten und Eiweiß achten und kann sich gut und gerne bei ausreichender Bewegung mal die eine oder andere Sünde in Form von Currywurst und Pommes erlauben. Auch auf Milch sollte man keinesfalls verzichten. Deshalb gilt die Empfehlung nur den Lebensmitteln, die bei der Diät verzehrt werden sollen, jedoch nicht dem Trennkost-Konzept selbst.