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Weight Watchers

Weight Watchers

Wer kennt die Weight Watchers nicht? Prominente weltweit werben für das Diätkonzept, jeder hat schon mal davon gehört oder kennt jemanden, der versucht dank dem Punktesystem die Pfunde purzeln zu lassen. Aber bringt es auch was?

Beschreibung

Alles begann mit der New Yorker Hausfrau Jean Nidetch, die versucht hat abzunehmen. Da sie es alleine nicht geschafft hat, kam sie auf die Idee die Diät zusammen mit ihren Freundinnen zu machen, um sich gegenseitig beim Abnehmen zu unterstützen. Da sich das Konzept bewährt hat, gründete sie 1963 in New York die Weight Watchers. 1970 haben Irmgard und Walter Mayer die ersten deutschen Treffen der „Gewichtsbeobachter“ in ihrer Düsseldorfer Wohnung organisiert. Das Diätkonzept ist eine Mischung aus kalorienreduzierter Ernährung und Gruppentherapie. Die „traditionellen“ Weight Watchers treffen sich jede Woche, um sich gegenseitig zu motivieren. Wer darauf verzichten will, kann auch mittlerweile auf die Online-Version des Programms zurückgreifen. Jeder der Teilnehmer darf pro Tag ca. 900 bis 1200 Kalorien zu sich nehmen. Wobei bei den Weight Watchers nicht die Kalorien, sondern ProPoints gezählt werden. Die tägliche erlaubte Punkteanzahl errechnet sich für jeden individuell aus Daten wie Alter, Gewicht, Größe, Art der ausgeübten Arbeit etc. Allen Lebensmitteln und Getränken sind Punkte zugeordnet, wobei die meisten Obst- und Gemüsesorten keine Punkte enthalten. Jeder Abnehmwillige darf essen, worauf er Lust hat, solange er seine erlaubte Punktzahl nicht überschreitet und am besten keine Mahlzeit auslässt. Zur Verfügung steht darüber hinaus eine ganze Reihe von Lebensmitteln und Fertiggerichten, die mit dem Logo des Erfolgsunternehmens versehen sind. Zudem wird empfohlen ein Ernährungstagebuch zu führen. Nach dem Erreichen des Wunschgewichts ist die erlaubte Punkteanzahl etwas höher, um nicht mehr abzunehmen, sondern das Gewicht zu halten.
Vorteile

Der wohl größte Vorteil des Ernährungsprogramms der Weight Watchers ist seine Flexibilität. So kann jeder, der an Gewicht verlieren will, beispielsweise Punkte sparen, um sie bei Feiern, Restaurantbesuchen oder besonderen Anlässen zu verbrauchen. Alle Lebensmittel, sogar Fast Food, sind dabei erlaubt. Das Konzept motiviert die Teilnehmer auch zu Bewegung. So gibt es für physische Aktivität „Bonus-Points“, die man bereits für Spazierengehen oder Gartenarbeit erhalten kann. Menschen, denen das Durchhalten einer Diät Schwierigkeiten bereitet, bekommen Unterstützung von ihrer Gruppe und dem Ernährungscoach. So kann man sich über mögliche Probleme, aber auch Erfolge, austauschen. Da es keine Verbote bezüglich des Essens gibt (lediglich fettreduzierte Empfehlungen), kann man von einer gewissen Vielfalt ausgehen. Deshalb liegen mögliche Nährstoffmängel im Bereich des Unwahrscheinlichen. Zudem macht dies das Durchhalten des Programms etwas leichter. Der Plan kann zudem langfristig befolgt werden und wird basierend auf ernährungsmedizinischen Erkenntnissen stets aktualisiert.
Nachteile

Da jeder selbst entscheidet, auf welche Lebensmittel er seine Punktzahl verteilt, kann nicht gewährleistet werden, dass sich jeder auch wirklich ausgewogen und gesund ernährt. Zudem sind das Programm und die Treffen keinesfalls kostenlos. Zwar ist der Preis ganz vernünftig, doch die Teilnahme an den Treffen stellt keine Verpflichtung dar. Bloße Abwesenheit kann das Befolgen der Diät und somit die Mitgliedschaft beenden. Überdies sind die Ernährungscoaches oft einfach entsprechend geschulte Laien, die keine fundierte ernährungswissenschaftliche Bildung genossen haben, sondern meistens leidglich selbst mit dem Programm abgenommen haben. Um ein Weight Watchers-Treffen leiten zu können, reicht bereits eine zehnwöchige Schulung. Darüber hinaus wird oft bemängelt, dass das Punktesystem die komplexen Prozesse im Körper nicht vollständig berücksichtigen kann. Das System wurde bereits überarbeitet, nachdem Kritik geäußert wurde, dass ein Apfel und eine Handvoll Chips genau die gleiche Punktezahl haben. Die ProPoints-Berechnungen basieren zudem zum Teil an der Energiedichte der Lebensmittel und dem glykämischen Index (siehe Montignac-Diät). Doch die Theorie hinter dem glykämischen Index gilt als umstritten und wissenschaftlich nicht belegt.
Fazit

Stiftung Warentest und die Zeitschrift „Ökotest“ stellten den Weight Watchers eine sehr gute Beurteilung aus. Und tatsächlich ist das Abnehmprogramm sinnvoll für eine dauerhafte Umstellung der Essgewohnheiten und damit einhergehende Gewichtsreduktion. Zudem wird auch die Bedeutung der Bewegung fürs Abnehmen hervorgehoben. Das Konzept ist flexibel und berücksichtigt viele Situationen des alltäglichen Lebens (Restaurantbesuche, Partys). Doch auch hierbei handelt es sich nicht um eine Wunder-Methode. Wer die Regeln nicht befolgt und mehr Punkte verzehrt als erlaubt, kann auch mit keinem Erfolg rechnen – da helfen auch die regelmäßigen Treffen nichts. Hört man nach dem Gewichtverlust auf sich an das Punktesystem zu halten, kann der Jojo-Effekt gnadenlos zuschlagen. Wer aber gelernt hat sich an das System zu halten und selbst nach der Diät noch die etwas großzügigere erlaubte ProPoints-Anzahl einhält, kann tatsächlich mit dauerhaftem Erfolg rechnen. Einen Versuch ist es also auf jeden Fall wert!